Schuster/Hinterholzer: Blau-Gelbe Wohnbaustrategie sichert leistbares und lebenswertes Wohnen für alle Landsleute

Gezielte Förderung in Regionen, Stärkung des Eigentums und Vorrang für blau-gelb sind Schwerpunkte der neuen Strategie

„Das System der NÖ Wohnbauförderung ist ein Erfolgsmodell, das durch die neue blau-gelbe Wohnbau-strategie fortgesetzt wird. Alleine 2018 wurden in Niederösterreich 777 Millionen Euro in den Wohnbau investiert – 397 Millionen an Förderungen und 380 Millionen Euro an übernommenen Haftungen –, wodurch 45.000 Haushalte profitiert haben. Im Rahmen der neuen Strategie werden Schwerpunkte bei der gezielten Förderung in den Regionen gesetzt, auf die weitere Stärkung von Eigentum fokussiert und ein Vorrang für Menschen mit Niederösterreichbezug beim Zugang zum geförderten Wohnbau geschaffen. Dadurch wird sichergestellt, dass Wohnen für alle Landsleute in jeder Region leistbar und lebenswert bleibt“, betonen VPNÖ-Wohnbausprecher Martin Schuster und Wirtschafts- und Finanzsprecherin Michaela Hinterholzer zum am Donnerstag im Landtag beschlossenen Antrag betreffend „Sicherstellung von leistbarem Wohnen in Niederösterreich durch die blau-gelbe Wohnbaustrategie“.

 

„Klar ist, dass sich die persönlichen Ansprüche im Bereich des Wohnens je nach Lebensphase verändern, deshalb sind im Zuge der Wohnbaustrategie für jede Generation und Lebenslage unterschiedliche Maßnahmenpakete vorgesehen. Für Jungfamilien gibt es etwa eine Verdoppelung des Förderdarlehens und eine Erhöhung der Darlehenssumme für das erste Kind auf 10.000 Euro. Damit kann die Schaffung von Eigentum erleichtert und damit die beste Altersvorsorge ermöglicht werden. Gleichzeitig entwickeln wir das ‚Betreute Wohnen‘ mit zwei neuen Formen, dem ‚Begleiteten Wohnen‘ und dem ‚Barrierefreien Wohnen‘, weiter und gewährleisten so, dass die ältere Generation solange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben kann“, erklärt LAbg. Hinterholzer.

 

„Für junge Menschen ist es – insbesondere im urbanen Raum – entscheidend, Zugang zu günstigem Wohnraum zu haben. Durch die Aktion ‚Junges Wohnen‘ kann ein entsprechendes Angebot geschaffen werden, wobei zum Teil eine Senkung der Wohnpreise auf bis zu ein Drittel der Normalkosten erreicht werden kann. In Niederösterreich haben wir dabei im Rahmen dieses Programms bereits 450 Wohnungen gebaut – aktuell sind 29 Wohnungen im jungen Wohnen verfügbar – und 250 weitere werden folgen“, unterstreicht LAbg. Schuster.

 

„Für ländliche Regionen soll es außerdem künftig im Schnitt bis zu 20 Prozent mehr Förderung seitens des Landes geben und die Belebung der Ortskerne wird stärker unterstützt. Dabei werden aber keine Abstriche bei der nachhaltigen Bauweise gemacht, denn klar ist, dass ökologisches Bauen gerade heute eine Notwendigkeit ist und es nicht leistbar wäre, etwa schlecht gedämmte Wohnungen und Häuser zu haben. Mit der Möglichkeit der Ausübung eines Gewerbes im untergeordneten Ausmaß im geförderten Wohnbau wird darüber hinaus Wohnen und Arbeiten an einem Ort noch einfacher möglich, ohne dass dabei eine Teilrückzahlung der Wohnbauförderung zu erfolgen hat“, so Schuster und Hinterholzer.