Ebner/Kasser/Edlinger: Einführung eines Pfandsystems für Getränkeverpackungen muss geprüft werden

VPNÖ-Resolution fordert Maßnahmenpaket zur Erhaltung der Mehrwegquote sowie zur Vermeidung von Littering und Einwegkunststoffen

„Mit Ende des Jahres sollen die Verhandlungen zur EU-Richtlinie über die Vermeidung und Verbote von Einwegplastik wie Strohalme, Wattestäbchen oder Einmalgeschirr abgeschlossen werden. Die zügige Umsetzung dieser ist nach Abschluss der Verhandlungen auch für Niederösterreich zentral. Es braucht aber auch weitere Maßnahmen zur Vermeidung von Kunststoffleichtverpackungen und hier insbesondere von Kunststoffflaschen, bei denen pro Jahr und Einwohner fünf Kilogramm an Abfällen entstehen. Österreich weist schon eine sehr gute Quote bei der Kunststoffverwertung auf, es muss aber als Teil eines Gesamtpakets auch die Einführung eines Pfandsystems für Getränkeverpackungen geprüft werden. Zwar wird es auch mit einem Pfandsystem nicht gelingen, plastikfrei zu werden, allerdings kann so das achtlose Wegwerfen von Einwegplastikflaschen entlang von Straßen bzw. in der Natur eingedämmt werden“, so VPNÖ-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner, Abfallwirtschaftssprecher Anton Kasser und Umweltsprecher Josef Edlinger zu einer Resolution zur Erhaltung der Mehrwegquote sowie zur Vermeidung von Littering und Einwegkunststoffen, die heute im NÖ Landtag eingebracht wird.

„Der Bundesabfallwirtschaftsplan 2017 enthält bereits ein umfassendes Abfallvermeidungsprogramm, das unter anderem Vereinbarungen über Erweiterungen des Angebots von Mehrweggetränkeverpackungen in Produktion und Handel vorsieht, und das auch weiter forciert werden muss. So konnte nämlich auch erreicht werden, dass sich der Mehrweganteil an Getränkeverpackungen auf dem Niveau von 2011 stabilisiert hat, was als Erfolg zu werten ist“, erklären Ebner, Kasser und Edlinger, die auch betonen: „Zum Schutz der Umwelt vor Mikroplastik braucht es einen gesamtheitlichen Ansatz, der im Abfallwirtschaftsplan des Bundes konkretisiert werden muss, um gemeinsam mit den Ländern umgesetzt zu werden.“